Bereits 2005 hat die amerikanische Ärztin Johanne Kurtzberg, Professorin für Kinderheilkunde und Pathologie und Direktorin des pädiatrischen Blut- und Knochenmarktransplantationsprogramms am Duke- University Gesundheitszentrum, im Rahmen einer klinischen Studie ein einjähriges Mädchen mit Nabelschnurblut erfolgreich therapiert. An der Studie nahmen 140 Kinder mit zerebraler Kinderlähmung teil. Aktuell läuft eine weitere Studie von Prof. Kurtzberg, die 2016 beendet wird.
2013 berichteten die Ärzte Eckard Hamelmann und Arne Jensen der Campus Klinik Gynäkologie der Ruhr-Universität Bochum von einer erfolgreichen Stammzellentherapie bei der Zerebralparese. Das Kind erlitt im Alter von zweieinhalb Jahren einen Herzstillstand, der schwere Hirnschädigungen verursachte. Dann erfolgte das Wachkoma. Neun Wochen später erhielt das Kind das eigene konservierte Nabelschnurblut intravenös. Nach wenigen Wochen besserte sich die Spastik. Bald konnte das Kind wieder sitzen, lächeln, selbständig essen und einfache Wörter bilden.
Die Wirksamkeit der Stammzelltherapie haben 2013 auch koreanische Forscher in einer kontrollierten Studie, an der 100 Kinder teilnahmen, nachgewiesen.
Die Effektivität der Therapie hängt aber an von vielen Faktoren ab. In jedem Fall muss man mit der Behandlung so schnell wie möglich beginnen. So leiten die koreanischen Forscher aus ihren Ergebnisse ab, dass eine Stammzelltherapie vor allem in den ersten drei Lebensjahren wirksam ist. Dann kann man den größten Fortschritt erzielen und die Lebensqualität sowie die soziale Anpassung des Kindes verbessern.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Forschungen der Stammzelltherapie bei der Zerebralparese bereits seit 1999 mit unterschiedlichen Maßnahmen.