Die Bronchien sind ein Röhrensystem, das von der Luftröhre (Trachea) abzweigt und zu den Lungen führt. Die Luft strömt über die Nase oder den Mund in den Rachenraum und die zirka elf Zentimeter lange Luftröhre, die sich in der Brusthöhle in die zwei Bronchien aufteilt. Von dort wird die Luft jeweils in die linke und rechte Lunge weitergeleitet. Die Bronchien verzweigen sich in der Lunge immer feiner, bis sie in die Lungenbläschen, die sogenannten Alveolen, münden.
Die Bronchien sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die mit Milliarden von Flimmerhärchen bedeckt ist und einen zähflüssigen Schleim produziert. Damit Krankheitserreger nicht in die Lunge gelangen, fängt der Schleim kleinste Partikel und Krankheitserreger ab, welche die Flimmerhärchen aus den Atemwegen hinaus befördern. Bei einer akuten Bronchitis wird diese Schleimhaut infiziert und entzündet sich.
In den meisten Fällen wird die akute Bronchitis von Viren hervorgerufen. Bei Kindern sind vor allem die RS-Viren (Respiratory Syncytial Virus) Auslöser; bei Erwachsenen sind es häufig die Rhino-, Corona-, Influenza und Parainfluenzaviren.
Eine bakterielle Bronchitis ist sehr selten. Jedoch ist es möglich, dass Bakterien eine zweite Infektion auslösen, die sogenannte bakterielle Superinfektion. Folgende bakteriellen Erreger können eine Superinfektion verursachen: Mykoplasmen, Chlamydien, Streptokokken, Staphylokokken, Pneumokokken oder Haemophilus influenzae.
Die akute Bronchitis wird meist durch Körperkontakt und Körperflüssigkeiten übertragen. Solche kleinen Flüssigkeitspartikel, auch Aerosole genannt, werden beim Husten mit hoher Geschwindigkeit ausgestoßen.