Hepatitis B ist eine durch den Hepatitis-B-Virus ausgelöste Entzündung der Leber.
Bei dem Hepatitis-B-Virus handelt es sich um ein hochansteckendes DNA-Virus, das über Körperflüssigkeiten, wie Sperma, Muttermilch, Speichel und Tränenflüssigkeit übertragen wird. Eine Ansteckung ist somit theoretisch über alle mit Blut verunreinigten Gegenstände wie Tätowierinstrumente, Ohrlochstecher oder aber Rasierapparate möglich.
Die Inkubationszeit von Hepatitis B, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome, kann sechs Monate betragen. Danach können Symptome wie Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Fieber, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen auftreten.
Darüber hinaus kann es in manchen Fällen zur Gelbsucht-Phase mit den typischen Symptomen einer Gelbsucht (Ikterus) kommen. Diese sind Druckschmerz unter dem rechten Rippenbogen, Gelbfärbung der Haut und des Augapfels, hell verfärbter Stuhl und dunkel verfärbter Urin. Auch Juckreiz auf der Haut kann ein Symptom von Gelbsucht sein. Eine Gelbsucht entsteht, wenn die roten Blutkörperchen nicht mehr ausreichend zerlegt werden können, wodurch es zu vermehrt eingelagertem Bilirubin kommt.
Meist verläuft die Hepatitis-B-Erkrankung jedoch akut und heilt von selbst aus. Nur in etwa zehn Prozent der Fälle wird eine akute Hepatitis B chronisch, was schwerwiegende Verläufe wie eine Leberzirrhose, Magendarmblutungen, Wasserbauch oder Leberkrebs verursachen kann.