Je nachdem, welches Kreuzband gerissen ist und ob weitere Verletzungen des Kniegelenkes vorhanden sind, können verschieden Behandlungsmaßnahmen zum Einsatz kommen.
Konservative Behandlung
Die konservative (nicht-operative) Therapie ist auf Schmerz- und Ödemlinderung kurz nach der Verletzung sowie auf Wiederherstellung der Beweglichkeit ausgerichtet. Der Patient wird mit Entzündungshemmern, Kälte und Physiotherapie behandelt. Krankengymnastik kann ebenfalls helfen, die Beweglichkeit wiederherzustellen und Muskelatrophie zu verhindern. Das Kniegelenk wird während der Behandlungsphase meist mit Bandagen stabilisiert. Diese konservativen Behandlungsmethoden kommen vor allem bei einem Riss des hinteren Kreuzbands zum Einsatz.
Operative Behandlung
Bei einem vorderen Kreuzbandriss oder wenn eine der konservative Therapie des hinteren Kreuzbandrisses nicht zum gewünschten Erfolg führt, wird eine operative Behandlung empfohlen. Diese besteht in der Regel darin, das gerissene Kreuzband im Knie durch ein Transplantat zu ersetzen, häufig wird dieses Sehnentransplatat aus einem ein Teil der eigenen Patellasehne entnommen. Nach der Operation können Komplikationen wie Blutungen, Infektionen, Thrombosen und Nervenverletzungen auftreten, dies kommt aber sehr selten vor. Die anschließende Rehabilitationsphase ist verhältnismäßig lang, da das Bein geschont werden muss und Bewegung und Belastung erst nach einigen Wochen Ruhe wieder möglich sind.
Bei rechtzeitiger Behandlung erreichen die meisten Patienten nach einer Operation wieder den Leistungsstand, den sie vor der Verletzung hatten.
Vorbeugung
Die effektivste Methode, um einen Kreuzbandriss zu vermeiden, sind zum einen der Aufbau von stabiler Kniemuskulatur sowie ausreichendes Aufwärmen vor dem Sport.