Die Achillodynie beschreibt einen Schmerzzustand der Achillessehne und zählt zu den häufigsten Sportschäden. Sie betrifft vor allem professionelle Leichtathleten, aber auch Amateursportler können darunter leiden.
Die Achillessehne ist die dickste und stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verbindet den dreiköpfigen Wadenmuskel (musculus triceps surae) mit dem Fersenbein und überträgt die Kraft des Wadenmuskels auf den Fuß. Zieht sich der Wadenmuskel durch Muskelkontraktion zusammen, wird der Fuß abgesenkt und ermöglicht das Laufen oder Springen.
Zwar kann die Achillessehne hohen Belastungen standhalten, jedoch ist die Blutversorgung in manchen Bereichen der Achillessehne mangelhaft, sodass sie häufig von Verletzungen betroffen ist. Darüber hinaus vermindert ein schlechter allgemeiner Trainingszustand die Belastbarkeit der Sehnen erheblich.
Zumeist tritt eine Achillodynie um das 30. Lebensjahr als Folge jahrelangen Sporttreibens auf. Typische Auslöser sind Sportarten mit hoher Lauf- und Sprungbelastung. Eine Achillodynie wird nicht durch akute Verletzungen hervorgerufen, sondern ist meist Resultat einer langjährigen Fehl- oder Überlastung in Folge derer es zu sogenannten degenerativen Veränderungen, also Verschleißerscheinungen, in der Sehne kommt.
Übermäßige sportliche Belastungen verursachen innerhalb der Achillessehne winzige Schäden (Mikrotraumen). Bei einer regelmäßigen Überlastung entsteht ein Missverhältnis zwischen den Mikrotraumen und der Regeneration der Achillessehne. Sportler, die nicht ausreichend regenerieren, haben damit ein erhöhtes Risiko für degenerative Veränderungen an der Achillessehne.
Eine Achillodynie kann außerdem durch folgende weitere Faktoren begünstigt werden:
- Fußfehlstellungen
- unterschiedlich lange Beine
- ungeeignete Sportschuhe
- bestehende Verletzungen der Achillessehne
- das Geschlecht (Männer sind häufiger betroffen als Frauen)
- Übergewicht