Die Prognose, die Belastbarkeit des Fußes nach einem Achillessehnenriss wieder vollkommen herzustellen, ist abhängig von den Behandlungsmaßnahmen und vom sportlichen Anspruch des Patienten.
Ein Achillessehnenriss, der nicht behandelt wird, führt in aller Regel zu einem Kraftverlust. Zwar bildet sich innerhalb von zwei bis vier Monaten ein Sehnenregenerat heraus, dieser stellt jedoch keinen vollwertigen Ersatz der Achillessehne dar. Dagegen führen eine fachgerechte Therapie und eine konsequente Nachbehandlung fast immer zur vollkommenen der Wiederherstellung der Belastbarkeit.
Direkt nach Reißen der Achillessehnenriss ist es zunächst wichtig, die richtigen Sofortmaßnahmen einzuleiten.
Der Patient sollte den Fuß:
- entlasten (Pause)
- kühlen (Eis)
- bandagieren (Compression)
- hochlegen
Meist fällt die Entscheidung auf eine Operation als sinnvollste Therapiemaßnahme, bei der die beiden Enden der Achillessehne wieder zusammengefügt werden. An die Operation schließen sich physiotherapeutische Maßnahmen an, um die Beweglichkeit so schnell wie möglich wieder herzustellen.
Zusätzlich wird der verletzte Fuß durch einen festen Verband (Bandage, Gips, Orthese) etwa eine Woche ruhig gestellt. Anschließend folgt die Versorgung mit einem Spezialschuh für den Zeitraum von etwa 6 Wochen. Ein solcher Spezialschuh sorgt für eine stufenweise Erhöhung der Belastung der Achillessehne.
Eine längere Ruhigstellung des Unterschenkels wird bei einem Achillessehnenriss nicht empfohlen.