Ein Aortenaneurysma wird oft zufällig im Rahmen einer Routineuntersuchung erkannt, beispielsweise bei einer Ultraschalluntersuchung des Bauches oder einer Röntgenaufnahme der Lunge. In manchen Fällen kann es auch als pulsierendes Geschwulst unter der Bauchdecke ertastet werden. Beim Abhören mit einem Stethoskop können Strömungsgeräusche auffallen.
Um sicher zu gehen, wird meist ein Herzultraschall gemacht, bei dem Teile der Aorta gut sichtbar gemacht werden können. Details über die Größe und Gefährlichkeit eines Aortenaneurysmas liefern eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT, auch Kernspin genannt) und eventuell eine Angiografie (Darstellung der Gefäße).
Bei einem symptomfreien Aortenaneurysma, dessen Durchmesser geringer ist als ca. vier Zentimeter, können zunächst regelmäßige Routineuntersuchungen ausreichen, meist ein- oder zweimal jährlich mithilfe des Ultraschalls. Um zu gewährleisten, dass der Blutdruck nicht ansteigt, können zusätzlich sogenannte Betablocker verabreicht werden.
Hat ein Aortenaneurysma einen Durchmesser von über fünf Zentimetern erreicht, kann ein sogenanntes endovaskuläres Verfahren zum Einsatz kommen. Dabei wird meist über die Leistenarterie eine kleine Röhre (sogenannter Stent) bis zur Aussackungsstelle geschoben. Dieser Stent gibt dem Aortenaneurysma von innen Halt und stabilisiert das Gefäß.
Alternativ kann ein Aortenaneurysma im Rahmen einer Operation therapiert werden. Dabei wird über einen Bauchschnitt der erweiterten Teil der Arterienwand entfernt und durch eine rohr- oder Y-förmige Gefäßprothese ersetzt.
Welches dieser Verfahren zum Einsatz kommt, hängt von der Lage des Aortenaneurysmas und vom jeweiligen Gefäßzustand ab.