Zur Diagnosestellung von Asthma ist es wichtig, den Patienten genau zu untersuchen und mögliche andere Erkrankungen auszuschließen. Bei der körperlichen Untersuchung wird zunächst die Lunge der Patienten abgehört, da ein pfeifendes oder zischendes Geräusch beim Ausatmen (Giemen und Brummen) Indikatoren für eine Asthmaerkrankung sein können.
Um sicher zu gehen, werden zusätzlich die Lungenfunktion und die Dynamik der Atmung mittels einer sogenannten Spirometrie oder Bodyplethysmographie gemessen. Darüber hinaus wird der Gasgehalt des Blutes bestimmt.
Die Spirometrie kann eine Verengung der Atemwege nachweisen. Ist dies der Fall, wird anschließend meist ein Reversibilitätstest durchgeführt. Dabei erhält der Patient vor der Überprüfung der Lungenfunktion ein Medikament, welches die verengten Bronchien erweitert. Kommt es durch die Gabe des Medikaments zu einer verbesserten Lungenfunktion, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit Asthma vor.
Die Beschwerden, die mit einer Asthmaerkrankung einhergehen, lassen sich durch eine entsprechende Therapie und vorbeugende Maßnahmen recht gut unter Kontrolle halten.
Oftmals kann sogar eine Symptomfreiheit (Anfälle, Husten, Atemnot, nächtliches Erwachen) erreicht werden. Zumindest aber kann eine krankheitsbedingte Beeinträchtigung der körperlichen und sozialen Aktivitäten im Alltag stark reduziert und ein Fortschreiten der Krankheit verhindert werden.
Die Behandlung von Asthma bronchiale erfolgt in der Regel medikamentös. Eine solche medikamentöse Therapie sorgt in erster Linie für eine Unterdrückung der Entzündung und eine Verminderung der bronchialen Überempfindlichkeit – meist werden die Medikamente inhalativ verabreicht.
Die Therapie kann zum einen aus einer Dauermedikation bestehen, um die Beschwerden langfristig unter Kontrolle halten zu können. Zum anderen kommt eine Bedarfsmedikation bei akut auftretenden Asthma-Symptomen zum Einsatz. Bei der Dauermedikation erfolgt die Therapie meist in Form einer medikamentösen Stufentherapie, die sich nach dem Schweregrad der Erkrankung richtet. Nebenwirkungen durch Medikamente sind nicht bekannt.
Die Patienten sollten darüber hinaus darin geschult werden, mit chronischem Asthma gut umzugehen. Dabei wird den betroffenen beispielsweise die richtige Atemtechnik beigebracht. Bei allergischem Asthma ist es zudem wichtig zu wissen, gegen was man allergisch ist, um jeglichen Kontakt mit den auslösenden Stoffen vermeiden zu können. Werden die Behandlungsstrategien genau befolgt, ist (vor allem bei Kindern) eine Ausheilung des Asthmas bronchiale möglich.