Fach­gebiet Onko­logie

Das Fachgebiet Onkologie befasst sich als Teildisziplin der Inneren Medizin mit allen Formen von malignen Erkrankungen sowie deren Entstehung, Prävention, Diagnostik, Entwicklung und konservative Behandlung.


Die operative und apparative Therapie der Krebs- bzw. Tumorerkrankungen fallen meist in andere Fachbereiche, wie. Z. B. in die Chirurgie. Neben der klassischen Onkologie existieren deshalb auch die spezifischen Weiterbildungen chirurgische Onkologie und radiologische Onkologie. In vielen Kliniken in Deutschland gibt es eigens eingerichtete Krebszentren (cancer comprehensive centers), in denen Ärzte aus vielen verschiedenen Fachgebieten zusammenarbeiten.

Zu den Tätigkeitsgebieten der medizinischen Onkologie zählen:

  • Diagnostik
  • Radiologische Behandlung im Bereich Strahlentherapie
  • Chemotherapie mit Zytostatika
  • Operative Behandlung im Bereich Chirurgie
  • Medikamentöse Krebstherapie mit monoklonalen Wirkstoffen oder Tyrosikinase-Inhibitoren, die sogenannte Krebs-Immuntherapie

Ein wesentlicher Bestandteil der Onkologie ist die Prävention, also jene Maßnahmen zu treffen, um die Entwicklung oder die Ausbreitung einer Krebserkrankung zu verhindern oder zu unterdrücken. Vor allem die Krebsforschung spielt hier eine zentrale Rolle, da sich durch die Forschung immer neue Formen der Prävention, Diagnostik und Therapie ergeben. In Deutschland wurde dafür das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) gegründet, auf dessen Ergebnisse sich auch das internationale Netzwerk stützt.

Im Bereich der Krebsprävention arbeiten darüber hinaus Onkologen eng mit Epidemiologen zusammen, um statistische Kenntnisse über Risikofaktoren zu erlangen und zu erforschen. Auf dieser Basis ist es möglich, Risikofaktoren zu erkennen und zu reduzieren. Dazu zählt beispielsweise auch eine Gesundheitsaufklärung wie die Raucherentwöhnung. Auch können durch eine Erforschung von Risikofaktoren bestimmte stark gefährdete Personengruppen einem Screening unterzogen werden: Dabei soll das maligne Zellwachstum möglichst vor Ausbruch der Krankheit erkannt und therapiert werden


02.12.2016 15:33:34