Prof. Dr. med. Marion Kiechle


Über diesen Arzt

Prof . Dr. med. Marion Kiechle verfügt über umfangreiche klinische und wissenschaftliche Erfahrungen. Sie ist Mitglied vieler Fachgemeinschaften und Kommissionen und hat als erste Frau in Deutschland einen Gynäkologie-Lehrstuhl inne. Prof. Kiechle ist außerdem von der FOCUS Ärzteliste als Spezialist für gynäkologische Onkologie empfohlen.


Behandlungsschwerpunkte

  • Minimal-invasive Eingriffe
  • Urogynäkologische Operationen
  • Gynäkologische Onkologie

Lebenslauf

Prof. Dr. med. Marion Kiechle wurde am 4. April 1960 in Oberkirch/Baden geboren.

Nach dem Studium der Medizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg erhielt sie 1986 die Approbation.

 

Im Oktober 1987 promovierte Marion Kiechle zum Thema "Nachweis und Charakterisierung EGF-ähnlicher Faktoren in Ovarialkarzinomen" an der Universitäts-Frauenklinik Freiburg.

Von 1987 bis 1989 war sie Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Institut für Humangenetik der Universität Freiburg sowie dem Cancer Center of the Southwest Biomed. Research Institute, Scottsdale, Arizona/USA.

Seit 1989 leitete sie zahlreiche Projekte der DFG, der Deutschen Krebshilfe und des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung).

Von 1989 bis 1995 war sie dann wissenschaftliche Assistentin der Universitäts-Frauenklinik Freiburg.

In April 1995 wurde Prof. Kiechle dann als Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe anerkannt.

In November 1995 habilitierte sie sich an der Universität Freiburg und erhielt Lehrbefugnis (Venia Legendi) für das Fach Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Thema:„Die Bedeutung der Tumorzytogenetik am Beispiel gynäkologischer Neoplasien”).

1995–1996 arbeitete sie als Oberärztin der Universitäts-Frauenklinik in Freiburg.

Ab 1996 war Prof. Kiechle an der Universitäts-Frauenklinik Kiel, zunächst als Oberärztin, ab 1998 dann als leitende Oberärztin und Leiterin des onkologischen Labors, tätig. Während dieser Zeit war sie auch Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Im Februar 2000 wurde Prof. Marion Kiechle zur außerplanmäßigen Professorin der Christian-Albrechts-Universität Kiel ernannt.

Seit Oktober 2000 ist sie Direktorin der Frauenklinik rechts der Isar der Technischen Universität München.

Prof. Marion Kiechle hat zahlreiche Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen absolviert, u.a. in:

  • Medizinischer Genetik
  • Spezieller operativer Gynäkologie
  • Spezieller Geburtshilfe und Perinatalmedizin

Sie hat auch Weiterbildungsbemächtigungen in Frauenheilkunde, Geburtshilfe sowie gynäkologischer Onkologie.

 

Mitgliedschaft

  • Arzneimttelkommission der deutschen Ärzteschaft
  • Bioethik-Kommission der Bayerischen Staatsregierung
  • Senatsmitglied der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Klinische Forschergruppen (2003–2005)
  • Kuratoriumsmitglied des Deutschen Museums München (2004–2008)
  • Senatorin der Technischen Universität München (seit Juli 2007)
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG)
  • Zentrale Ethik-Kommission für Stammzellforschung am Robert Koch Institut
  • Mitglied im Stiftungsrat der Henner-Graeff-Stiftung

Auszeichnungen

  • Schmidt-Mathiessen-Preis der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (1998)
  • Bundesverdienstkreuz (2007)
  • Bayerischer Verdienstorden (2015)
  • Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften (2015)

Publikationen (Auszug)

  • Kiechle M.(Hrsg.). Gynäkologie und Geburtshilfe. Elsevier Verlag, München. 2. Auflage 2011.
  • German Consortium for Hereditary Breast and Ovarian Cancer der Deutschen Krebshilfe (Leitung M. Kiechle). "Comprehensive analysis of 989 patients with breast or ovarian cancer provides BRCA1 and BRCA2 mutation profiles and frequencies for the german population." Int J Cancer(2002) 97: 472-480.
  • Kiechle M, Hinrichs M, Jacobsen A, Lüttges J, Pfisterer J, Kommoss F, Arnold N: “Genetic imbalances in precursor lesions of endometrial cancer detected by CHG.” Am J Pathol. 2000; 156: 1827-1833.
  • Kiechle M, Jacobsen A, Schwarz-Boeger U, Hedderich J, Pfisterer J, Arnold N. "CGH detects genetic imbalances in primary ovarian carcinomas correlated with grade of differentiation." Cancer (2001) 91(3):534-40.
  • Meindl A, Hellebrand H, Wiek C, Erven V, Wappenschmidt B, Niederacher D, Freund M, Lichtner P, Hartmann L, Schaal H, Ramser J, Honisch E, Kubisch C, Wichmann HE, Kast K, Deissler H, Engel C, Müller-Myhsok B, Neveling K, Kiechle M, Mathew CG, Schindler D, Schmutzler RK, Hanenberg H. "Germline mutations in breast and ovarian cancer pedigrees establish RAD51C as a human cancer susceptibility gene." Nat Genet. 2010 May; 42(5):410-414.

03.11.2016 08:47:08