Das Ziel der Stammzelltherapie zur Behandlung von Arthrose ist, den durch die Arthrose degenerierten Knorpel wieder instandzusetzen bzw. nachwachsen zu lassen.
Dazu werden dem Patienten zunächst Bauchfett und Blut entnommen. Das Bauchfett eignet sich ideal für die Gewinnung von Stammzellen, zum einen weil diese dort in großer Zahl vorhanden und leicht zu entnehmen sind und zum anderen weil sie keine Bearbeitung oder Anzucht benötigen, im Gegensatz zu Knochenmarkzellen. Im Plasma befinden sich viele Wachstumsfaktoren (Eiweiße), die die Entzündung im Gelenk hemmen und gleichzeitig die Teilung und die Anzucht der Stammzellen antreiben. In Hightech-Zentrifugen werden dann Plasma und Stammzellen aus den entnommenen Materialien gewonnen, aufbereitet und dem Patienten in das erkrankte Gelenk injiziert.
Der Eingriff dauert rund eine Stunde. Es wird keine Narkose vorgenommen, der Patient erhält nur örtliche Betäubung an Einstichkanälen.
Das Revolutionäre an diesem risikoarmen Verfahren ist, so betont der Leiter des Medizin-Zentrums Dr. Marianowicz, dass sich so die Arthrose komplett entfernen lässt und neue, gesunde Knorpelmasse heranwachsen kann. Bisherige Methoden beschränken sich lediglich auf die Eindämmung der Arthrose, indem das beschädigte Gewebe geschont wird.