Rund um die Stammzellen

Die innovative Stammzellentherapie stützt sich auf die Eigenschaft der Stammzellen, sich zu allen Zellarten des Körpers weiterzuentwickeln und dadurch beschädigtes Gewebe ersetzen zu können.


Anwendeung von Stammzellen in verschiedenen Bereichen der Medizin:


Stammzellen in der Onkologie

Bei Behandlung verschiedener Krebsarten kann effektive Stammzelltherapie zum Einsatz kommen.

Stammzellen gegen Arthrose

Das Münchner Medizin-Zentrum wendet erfolgreich Stammzelltherapie bei der Behandlung von Arthrose an.

Stammzelltherapien bei Augenkrankheiten

Die Stammzellen werden bei der Behandlung von besonderen Formen der Erblindung und Sehstörungen angewendet.

Stammzellen gegen die MS

Die Stammzellen erweisen sich als eine vielversprechende Therapie der MS, die aber mit starken Nebenwirkungen verbunden ist.

Stammzelltherapie bei der Zerebralparese

Aktuell werden Kinder mit Zerebralparese mit eigenem Nabelschnurblut erfolgreich behandelt.

Stammzellen in der Kardiologie

Mögliche Applikationswege der Stammzellen in der Behandlung von Herzkrankheiten


Funktion und Arten

Die Stammzellen, die in Geweben der Menschen beliebigen Alters zu finden sind, erfüllen im Organismus eine wichtige Funktion — sie hemmen Entzündungen und stellen beschädigte Gewebe wiederher. Im Grunde genommen werden zwei Stammzellarten unterschieden: die embryonalen und die adulten.

Adulte Stammzellen

Wie der Name schon verrät, kommen die adulten Stammzellen im erwachsenen Organismus vor. Sie regeln die Prozesse des Absterbens und der Regeneration der Zellen bis ins hohe Alter.

Embryonale Stammzellen

Die embryonalen Stammzellen sind im Embryo in einem frühen Entwicklungsstadium in großer Anzahl zu finden. Die Therapie mit dieser Art von Stammzellen ist mit vielen ethischen Fragen verbunden, weil dafür die Zellentnahme aus dem Embryo erfolgt.


Therapie mit regenerativen Zellen

Definition

Eine Therapie, bei der autologe regenerative Zellen zur Anwendung kommen, hilft dem Körper bei der Regenerierung des beschädigten Gewebes. Die Therapie besteht in der Entnahme der Zellen aus dem Fettgewebe und deren Transplantation in das beschädigte Organ.

Mögliche Verfahren

  • Entnahme von Knochenmarkzellen

Dieses Verfahren ist wohl der bekannteste und wird zur Behandlung von Leukämie verwendet. Dabei weist das Verfahren Nachteile auf: Erstens ist die Entnahme aufwendig und belastet den Patienten sehr. Darüber hinaus ist es notwendig, die gewonnenen Zellen anschließend zu vermehren, um eine genügende Anzahl für die Transplantation zu bekommen.

  • Regenerative Zellen aus dem Fettgewebe

Dank der hohen Konzentration von Blutgefäßen im Fettgewebe kann man aus dem Fettgewebe wesentlich mehr universelle regenerative Zellen gewinnen, mit deren Hilfe Knochen, Knorpel und Haut aufgebaut werden können. Diese Methode hat den Vorteil, dass sie keiner Kultivierung bedarf. Darüber hinaus ist diese Art der Gewinnung von Zellen weniger kompliziert und birgt keine so großen Risiken für Patienten in sich wie die Gewinnung von Stammzellen aus dem Knochenmark.


Wirkung

  • Erneuerung von Zellen und dadurch - die Behandlung von geschädigten Organen
  • Entzündungshemmender Effekt
  • Therapie von Autoimmunerkrankungen
  • Bildung neuer Blutgefäße
  • Verhinderung eines organisierten Zelltodes 

Anwendung

Die Stammzelltherapie findet derzeit Anwendung meistens bei der Behandlung von solchen Erkrankungen wie:

  • Leukämie
  • Verschleißerscheinungen des Bewegungsapparates, wie z.B. Arthrose

Grundsätzlich kann jede Erkrankung mithilfe der Stammzelltherapie behandelt werden: Die injizierten Stammzellen führen zum Wiederaufbau vom geschädigten Gewebe.