Besonders effektiv ist der HIFU als therapeutische Maßnahme in der Onkologie, weil gut- und bösartige Tumore (an Prostata, Leber, Knochen, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Brust sowie dem Weichteilgewebe) mit dieser Methode erfolgreich und zugleich schonend behandelt werden können.
Bei der HIFU-Therapie werden die Ultraschallwellen punktgenau auf den Tumor fokussiert. Dabei wird der Tumor erhitzt (die entstehende Temperatur kann bis zu 90°C erreichen) und zerstört. Das umliegende Gewebe bleibt unberührt.
Zudem gibt es seit 2014 in Deutschland eine neue Form des HIFU: mit dem MR-fusionierten HIFU kann man das Krebsgewebe millimetergenau treffen und noch bessere langfristige Ergebnisse erreichen.
Diese Technologie kann auch bei der palliativen Behandlung von Knochenmetastasen eingesetzt werden und Patienten mit onkologischen Erkrankungen starke Schmerzen ersparen.
Wegen der teuren Anschaffungskosten von HIFU-Geräten bieten zurzeit nur wenige Kliniken in Europa die neue Therapie an. Häufig ist der Einsatz nur im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie möglich. So wurden bis zum Juli 2009 weltweit in 218 HIFU Zentren 20.000, in Deutschland 6150 Behandlungen von Prostatakrebs durchgeführt.